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Konzert

von Marion Krenn

 

 

 

Musikalische Erzählungen von Gauklern, Sängern und Tänzern

 

 

(acp)„Bei Euch gleicht kein Konzert dem anderen. Ihr überlegt Euch immer was Neues.“ so lautete das Fazit eines Konzertbesuchers. Und wirklich...die Dirigentin des Akkordeonorchesters Wendlingen, Christine Fischer-Fahs, hatte sich Vielfältiges einfallen lassen und war mit ihrem Orchester ein gutes Stück Weg weitergekommen.

Der Akkordeonclub hatte zum Konzert in den Treffpunkt Stadtmitte eingeladen und altbekannte wie auch neue Gäste folgten dieser Einladung. Es hätten noch mehr Platz gehabt, aber das Publikum, das anwesend war, konnte einen genussreichen Abend erleben.
Die 1. Vorsitzende des ACW, Heidi Munding, übernahm die Begrüßung des Publikums und erklärte kurz die folgenden Musikstücke. Das erste Stück „Zirkus, Zirkus“ von Adolf Götz gab auch den Impuls, die Bühne entsprechend zu gestalten. Ein angedeutetes Zirkuszelt schwebte über den Musikern. Flankiert von Trapezstangen. Der Bühnenboden war dekoriert mit Bällen, silberfarbenen Kegeln, Tüchern und Reifen. Ein stimmiges Bild, das dem Konzert einen stilvollen Rahmen gab. Mit „Zirkus, Zirkus“ war Götz ein Stück gelungen, das den Zuhörer in die Zirkusmanege entführen konnte. Der Einmarsch der Artisten, der verliebte Clown und die wagemutigen Akrobaten am Trapez wurden von den Akkordeonisten mit viel Präzision dargestellt. Die danach folgende Suite „English Folk Song“ wurde 1923 von Ralph Vaughan Williams für Militärorchester komponiert. Der Sohn eines Geistlichen hat während seines Komponistenlebens viele Opern, Sinfonien, Kammermusiken und Liederzyklen geschrieben. Er beschäftigte sich intensiv mit dem Sammeln und Veröffentlichen von englischen Volksliedern. Sogar zur Krönung von Königin Elisabeth II hatte er einen Choral komponiert. Die Suite besteht aus drei Sätzen: March, Intermezzo und Folk Songs from Somerset. Vom Orchester mit viel Gefühl und Lebendigkeit umgesetzt, wobei die einzelnen Stimmen nochmals unterteilt wurden, um eine möglichst abwechslungsreiche Stimmenvielfalt umzusetzen. Von Thomas Bauer wurden die „Irischen Balladen“ bearbeitet. Einfache Volkslieder, die von der Gesangssolistin Bernadette König mit viel Gefühl vorgetragen wurden, begleitet vom Akkordeonorchester. Am bekanntesten dürfte die Ballade von Danny Boy sein. Ein Abschiedslied von einer Mutter für ihren Sohn, der in den Krieg ziehen muss. Obwohl nur zwei gemeinsame Proben vorausgegangen waren, harmonierten die Akkordeonisten und die Sängerin optimal miteinander. Der anschließend gespielte „A Klezmer Karnival“ von Philip Sparke veranlasste das Publikum zu tosendem Applaus. Ein Stück, das auch das Orchester mit viel Leidenschaft vorzutragen wusste. V.a. die Tempisteigerungen gegen Ende zeigten, dass hier Meister ihres Instruments am Werk waren. Der Höhepunkt des Abends war „Danzon No. 2“ von Arturo Marquez.Marquez ist besonders bekannt für seine sinfonischen Werke, die Idiome alter
mexikanischer Volksmusik in den Orchesterklang integrieren. Der Komponist hat eine Reihe Danzones geschrieben, jedoch der Danzon No.2 führte ihn zu Weltruhm. Eine sehr rhythmische Komposition mit vielen Herausforderungen, die das Orchester hervorragend zu meistern verstand. Unterstützt wurden die Akkordeonisten von Marleen Kary am Konzertflügel und von den Schlagzeugern Tanja Beichter und Jakob Krenn. Nach begeistertem Applaus und vielen Bravo-Rufen spielte das Orchester als Zugabe „Pata, Pata“ von Jerry Ragovoy und Miriam Makeba.
Als besonderen Abschluss empfinden die Gäste und die Musiker noch die gemeinsame Stunde nach dem Konzert. Es gab Häppchen, zubereitet von den Mitgliedern des Vereins, und Getränke. Bei vielen Gesprächen und regem Austausch fand ein wunderbar gelungener Abend seinen Ausklang. 

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