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Konzert im Kerzenschein

von Marion Krenn

Konzert im Kerzenschein
Gut gefüllt hatte sich die Johanneskirche an einem Sonntagabend. Das Akkordeonorchester des ACW hatte zum Konzert eingeladen und viele waren der Einladung gefolgt. Karl Müller begrüßte das zahlreiche Publikum im Namen des ACW und beschrieb kurz das Programm des Abends. Das Motto des Konzerts „Konzert bei Kerzenschein“ war stimmungsvoll umgesetzt. Nur die Scheinwerfer im Turm leuchteten. Ansonsten war die gesamte Kirche in flackerndes Kerzenlicht getaucht. Mit Hermann Zilchers „Ländliche Musiken“ begannen die Akkordeonisten unter der bewährten Leitung von Christine Fischer-Fahs. Im zweiten Stück „Suite in A-Moll für Flöte u. Orchester“ von P.Telemann überzeugte Elisabeth Deinhard als Solistin mit der Querflöte. Eigentlich ist dieses Barockstück für Blockflöte geschrieben. Es mit der Querflöte zu spielen, gestaltet sich deutlich schwerer und anspruchsvoller. Beeindruckend waren die harmonischen Klänge der Querflöte und der Akkordeons. Sie verwoben sich zu einem einzigartigen ausdrucksstarken Klangteppich. Die Akkordeons untermalten die Klänge der Querflöte und diese wiederum färbte die Töne des Orchesters zu einem neuen Klangbild. Elisabeth Deinhard begeisterte durch einen hervorragenden Vortrag. Hans Boll schrieb das nächste Stück, „Aria, Toccata, Fugato“. Technisch nicht sehr schwierig, jedoch das Zusammenspiel ist anspruchsvoll und verlangt hohe Konzentration und Disziplin. Kathrin Haberkern spielte die zweite Querflöte an diesem Abend. Gemeinsam mit ihrer Lehrerin Elisabeth Deinhard gab sie mit der Begleitung des Orchesters „Celtic Flutes“ von K.Gäble zu Gehör. Sehr irisch, sehr temperamentvoll. Aber auch getragen und mit viel Gefühl. Auch hier ergänzten sich die Musiker gegenseitig. Für das Publikum war es sehr beeindruckend solch eine junge Musikerin mit diesem großen Können erleben zu können. Mit dem „Gebet“ aus der Gothischen Suite verabschiedete sich das Orchester. Es war im Vorfeld schon angekündigt worden, dass keine Zugabe gegeben wird, um die Stimmung des letzten Stückes nicht zu zerreißen. Dies erwies sich als richtig. So konnte man doch noch etwas von der Nachdenklichkeit und Atmosphäre des „Gebets“ mitnehmen. Der letzte Ton verhallte und mischte sich allmählich mit der munteren Unterhaltung der dagebliebenen Gäste. Der ACW hatte noch zum Verweilen eingeladen und viele blieben, um diesen gelungenen Abend gemeinsam ausklingen zu lassen.

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